Mittwoch, 05 Juli 2017 13:44

... und das bedeutet, dass ich total versagt habe und nichts wert bin!

total versagt

 

“Entgegen der gängigen Meinung ist wertvoll zu sein nicht etwas, das du verdienen musst oder verlieren kannst. Es ist etwas, das du erkennst. Du bist wertvoll auf die Welt gekommen und wenn du das einmal erkannt hast, dann kannst du nie mehr auf eine andere Art denken, sprechen, handeln oder fühlen, als dass du Glück verdienst!” - Das Universum

Was du in diesem Blogbeitrag erfährst:

Oft sind es nicht nur die Umstände oder Katastrophen in unserem Leben, die uns Leid verursachen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben. In meinem neuen Blogbeitrag erfährst du, wie du diese Bedeutungen in deinem Leben erkennen und dich von Ihnen befreien kannst.

Was du in diesem Blogbeitrag bekommst:

  • eine Anleitung, wie du subtile Bewertungen über dich erkennen kannst,
  • eine Anleitung und ein Beispiel, wie du diese Bedeutungen mit The Work of Byron Katie untersuchen kannst,
  • mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch”.

... und das bedeutet, dass ich total versagt habe und nichts wert bin! - Oder: wie die Bedeutungen der Ereignisse dich unglücklich machen!

Leid scheint irgendwie zum Leben dazu zu gehören, genauso wie andererseits die Freude und das Glück. Schon das Geboren-Werden ist sicher kein Spaziergang und im Laufe des Lebens begegnet jeder Mensch irgendwann dem Leid, z.B. durch Krankheit, Verlust oder Mißerfolg.

Doch wird das ganze Leid in solchen krisenhaften Situationen tatsächlich von den Ereignissen verursacht? Oder tun wir auch etwas dazu, das unser Leid vergrößert oder gar erst entstehen lässt?

Wir Menschen sind ja ganz große Bedeutungsgeber. Andauernd bewerten wir alles, was um uns herum geschieht. Das Bewerten ist an sich weder gut noch schlecht. Es ist einfach so, dass unser Gehirn - kaum schlagen wir am Morgen die Augen auf - alles was passiert fein säuberlich in Schubladen steckt, indem es am laufenden Band Bewertungen ausspuckt. Das ist gut, das ist schlecht ... das bedeutet dies, das bedeutet jenes.

Und nachdem wir als Menschen immer auch unser eigener Mittelpunkt der Welt sind, bedeutet natürlich alles um uns herum auch etwas über uns. Fast alles, was wir erleben und wahrnehmen, was uns widerfährt beziehen wir auf uns selbst und glauben, dass es etwas über uns aussagt.

Richtig schlimm wird das, wenn wir negative Ereignisse in unserem Leben auf uns beziehen und glauben, die Ereignisse würden eine unumstössliche allumfassende Wahrheit über uns offenbaren, nämlich dass wir wertlos und nicht liebenswert seien.

... und das bedeutet über mich, dass ...

Am Besten lassen sich diese Bedeutungen, die uns oft gar nicht voll bewusst sind, durch folgenden Prompt erfassen: ... und das bedeutet über mich, dass ...

Zum Beispiel: angenommen, dein/e Partner/in hätte dich Knall auf Fall für eine/n andere/n verlassen. Oder du wirst in der Arbeit gemobbt. Oder du erfährst, dass du eine körperliche oder psychische Krankheit hast. Oder hast 10 kg zugenommen. Oder ein geliebter Mensch ist gestorben. Oder du versagst immer wieder bei etwas, das du dir vorgenommen hast. Oder dein Kind hat einen Mißerfolg. Was glaubst du, bedeutet das über dich?

Vervollständige spontan und ohne lange darüber nachzudenken, folgenen Satz mit so vielen Vervollständigungen, wie dir einfallen:

Das negative Ereignis in meinem Leben ist:

Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ...
  • ...
  • ...

Ein paar Beispiele aus meinem Leben

Meine Mutter hat sich das Leben genommen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich ein fürchterlicher Mensch bin.
  • ich keine gute Tochter bin.
  • mit mir etwas nicht stimmt.

Mein Freund hat mich verlassen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich wertlos und nicht liebenswert bin.
  • ich ganz alleine und verlassen bin und immer sein werde.
  • ich nicht gut genug für ihn war.

Mein Workshop muss wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich nichts kann.
  • ich eine Versagerin bin.
  • ich nie Erfolg haben werde.

So ein Quatsch?!

Nun denkst du vielleicht: das ist doch alles Quatsch. Natürlich bedeutet verlassen zu werden nicht, dass man nichts wert ist. Alle Menschen in deinem Umfeld würden dir in einem solchen Fall wahrscheinlich gut zureden und sagen, dass das nicht wahr ist, dass du ein liebenswerter, wertvoller Mensch bist, ganz egal was passiert ist.

Oft sind wir uns dieser schmerzlichen Gedanken gar nicht bewusst oder wir wollen uns ihrer lieber nicht bewusst sein ... und vielleicht ist es dir jetzt sogar ein bisschen peinlich zu bemerken, dass du tatsächlich schon solche Gedanken hattest - solche kindischen, irrationalen, mitleiderregenden Gedanken.

Doch es ist völlig normal und menschlich, dass solche Glaubenssätze in bestimmten Situationen auftauchen. Ereignisse in unserem Umfeld auf uns selbst zu beziehen ist eine Art, wie wir uns davon überzeugen, dass es uns wirklich gibt und dass wir einen Einfluss auf unser Leben haben - auch wenn es in diesem Fall ein negativer Einfluss ist. Das Ego liebt es, sich selbst die General-Schuld an Ereignissen zu geben.

Vermutlich hat sich meine Mutter nicht das Leben genommen weil ich eine schlechte Tochter bin, mein Freund hat micht nicht verlassen weil ich so wertlos bin und der Workshop musste nicht abgesagt werden weil ich eh nichts kann. Vermutlich sind die Ereignisse in Wahrheit viel komplexer und vielschichtiger und unser Einfluss (nicht Schuld!) auf sie liegt an ganz anderer Stelle, als wir ahnen.

Gedanken sind eigentlich nichts

Gedanken haben an sich keine Bedeutung - sie sind im wahrsten Sinne des Wortes nichts. So ein Gedanke wie “Ich bin wertlos.” enthält keine Substanz und keine Bedeutung oder Wahrheit. Bis du ihn glaubst! Sobald du ihn glaubst, beginnt er Leid zu verursachen bzw. zu vergrößern! Und dann kann er eine unheimlich große Wucht entfalten!

Genauso wie eine gute Idee auch erst einmal nichts ist und erst durch die Bedeutung, die DU ihr gibst und Handlungen, die du daraufhin ausführt ins Leben kommt, ist auch ein stressiger Gedanke zunächst nichts und ohne realen Einfluss - bis du ihm Bedeutung für dich gibst und ihn glaubst!

Der Kampf gegen die Gedanken

Sobald du einen negativen Gedanken über dich glaubst - z.B. dass du nicht liebenswert bist, weil du verlassen wurdest-, beginnst du meist gegen ihn zu kämpfen. Da meldet sich eine Stimme in dir, die sagt: das ist doch gar nicht wahr!

Oft willst du dann andere Menschen davon überzeugen, dass du eben doch liebenswert bist. Der einzige Mensch jedoch, der das wirklich sehen muss, bist du - denn du bist der- oder diejenige, die den Gedanken geglaubt hat.

Selbst wenn sich alle auf der Welt darüber einig wären, dass du total liebenswert bist, ist die einzige Meinung, die dich wirklich befreien wird, deine eigene.

Wer bist du ohne deine Geschichte?

Wer wärst du ohne diese Geschichte, dass die negativen Dinge, die dir wiederfahren, etwas generell Negatives über dich bedeuten? Dass sie bedeuten, dass du nicht gut genug, böse, schlecht, hässlich, wertlos oder erfolglos bist?

Das fühlt sich sicher erst einmal sehr ungewohnt an, aber wäre das nicht eine unglaubliche Erleichterung und Freiheit?

Ich spreche fast jeden Tag mit Menschen, die an negativen Überzeugungen über sich selbst leiden und glauben, die Ereignisse in ihrem Leben wären ein Beweis für Ihre grundlegende Schlechtigkeit.

Meine Lieblingsmethode, um solche Glaubenssätze zu untersuchen ist The Work of Byron Katie. Diese Art, stressige Gedanken zu untersuchen, besteht aus 4 Fragen und Umkehrungen, die jeweils in Bezug auf einen Glaubenssatz beantwortet werden.

Hier ein Beispiel mit dem Glaubenssatz “Ich bin nicht gut genug”

Ich untersuche mit einer Klientin die Überzeugung “Ich bin nicht gut genug” in Bezug darauf, dass Ihr Mann sie vor Kurzem verlassen hat.

Vielleicht kennst du diesen Gedanken ja aus einer anderen Situation! Dann lade ich dich ein, den Gedanken mit deiner Situation zu untersuchen.

Dein Mann hat dich verlassen und das bedeutet, dass du nicht gut genug bist?

1. Frage: Ist das wahr?

Die erste Frage lädt dich ein, still zu werden und in dir selbst nachzusehen, ob die Aussage wahr ist. Warte, bis ein Ja oder ein Nein auftaucht und lege dich auf eine Antwort fest. Beide Antworten - Ja oder Nein - sind gleich gut.

Die Antwort meiner Klientin: ja.

2. Frage: Kannst du ganz sicher wissen, dass es wahr ist?

Die zweite Frage fordert dich auf noch einmal genau nachzusehen. Kannst du es wirklich 100%-ig sicher wissen?

Die Antwort meiner Klientin: nein.

3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

Die dritte Frage erforscht alle Auswirkungen, die dieser Gedanke in deinem Leben hat: auf deine Gefühle, Handlungen, weitere Gedanken, Bilder aus der Zukunft und der Vergangenheit etc.

Die Antwort meiner Klientin: Der Gedanke macht mich traurig, verzweifelt und hoffnungslos. Ich lehne mich ab, hasse mich manchmal richtiggehend. Ich bin verunsichert. Ich traue mir nichts mehr zu und denke, ich mache alles falsch. Ich fühle mich als Opfer, ausgeliefert.

Ich mache mich innerlich nieder und kritisere mich. Ich denke andauernd über unsere Beziehung nach und suche nach meinen Fehlern.

Gleichzeitig mache ich meinem Mann Vorwürfe. Ich will, dass er mir endlich sagt, was ich falsch gemacht habe. Ich benehme mich ihm gegenüber aggressiv, gleichzeititg will ich aber, dass er mir sagt, dass ich ok bin.

Der Gedanke hält mich davon ab, wirklich darüber nachzudenken oder mit ihm darüber zu sprechen, was wirklich die Ursache ist. Ich verurteile mich so sehr, dass es weh tut, darüber offen und ehrlich zu sprechen.

Mit dem Gedanken sehe ich für meine Zukunft schwarz. Ich werde immer alleine bleiben und unglücklich sein. Ich ziehe mich zurück und will niemanden sehen.

4. Frage: Wer wärst du ohne den Gedanken (in derselben Situation)?

Mal angenommen, du könntest diesen Gedanken einfach nicht glauben. Die Situation ist jedoch genau die Gleiche - in diesem Fall hat der Mann meiner Klientin sie immer noch verlassen, daran hat sich nichts geändert. Wer ist sie in dieser Situation ohne den Gedanken, dass das bedeutet, sie sei nicht gut genug?

Das ist keine einfache Frage, weil wir oft die Situation und den Gedanken in einen Topf werfen und uns das eine nicht ohne das andere vorstellen können. Deshalb bitte ich dich, die Augen zu schliessen und dich selbst in der Situation zu sehen. Wer bist du ohne den Gedanken, ohne diese Geschichte?

Die Antwort meiner Klientin:

Dann bin dann ruhiger, nicht so verzweifelt. Ich fühle mich nicht so erniedrigt.

Ich kann mich besser trösten. Ich kann auch besser Hilfe von anderen annehmen - ich würde mich nicht so verkriechen.

Ich kann mich besser auf Dinge konzentrieren und mich auch mal über etwas freuen. Ich kann mir erlauben, auch mal glücklich zu sein, z.B. zusammen mit den Kindern. Ich fühle mich nicht so falsch und “unwürdig”. Ich tue mir auch mal etwas Gutes.

Ich kann mich meinem Mann gegenüber freundlicher verhalten, seine Entscheidung besser akzeptieren. Ich kann sehen, dass wir beide unser Bestes getan haben.

Umkehrungen:

Der Sinn der Umkehrungen ist, den Gedanken aus verschiedenen Perpektiven zu beleuchten, um zu sehen, dass er nicht die unumstössliche Wahrheit ist.

Dazu wird er in sein Gegenteil verkehrt und die Klientin soll Beipsiele finden, wie das Gegenteil genauso wahr oder wahrer sein könnte, wie der ursprüngliche Gedanke.

Das Gegenteil von “Ich bin nicht gut genug” ist “Ich bin gut genug”.

Wie könnte das auch wahr sein oder sogar wahrer?

Hier sind die Beispiele meiner Klientin, wie sie gut genug ist in Zusammenhang damit, dass ihr Mann sie verlassen hat:

  • Ich bin gut genug, denn wir waren lange Jahre glücklich miteinander.
  • Ich bin gut genug, denn ich habe damals den Mann geheiratet, den ich liebte (und er mich auch heiraten wollte).
  • Ich bin gut genug, weil ich immer versucht habe, mein Bestes zu geben.
  • Ich bin gut genug, weil ich unser Haus sauber gehalten habe.
  • Ich bin gut genug, weil wir gemeinsam unsere Kinder groß gezogen haben.
  • Ich bin gut genug, weil ich nicht komplett durchgedreht bin, als er mir gesagt hat, dass er gehen wird.
  • Ich bin gut genug, weil ich trotzdem jeden Morgen aufstehe und mich nicht hängen lasse.
  • Ich bin gut genug, weil ich Freunde habe, die mich unterstützen.
  • Ich bin gut genug, weil ich ihm manchmal Glück wünsche.

Was sind deine Beispiele?

Die Beispiele wie Umkehrungen auch wahr oder sogar wahrer sein können sind komplett subjektiv. Es sind deine Antworten und nur das zählt. Deine Antworten müssen für niemand anderen nicht gültig sein und auch keinen Sinn machen. Sie gehören dir und nur durch deine eigenen Antworten findest du den Frieden, nach dem du suchst.

Damit ist ein “Durchgang” durch The Work beenden und du lässt The Work einfach auf dich wirken und beobachtest ob und was sich verändert.

Wie würdest du dein Leben leben, wenn du diesen Gedanken nie mehr glauben könntest?

Stell dir vor, du könntest diesen Gedanken, der dich in Bezug auf das negative Ereignis in deinem Leben quält nie mehr glauben? So einen Gedanken, wie “Ich bin nicht gut genug”, “Mit mir stimmt etwas nicht” oder “Ich bin ein/e Versager/in”?

Wie würdest du dein Leben leben, wenn z.B. deine Panikstörung nicht bedeutet, dass mit dir etwas nicht stimmt. Wenn die Probleme deines Sohnes nicht bedeuten, dass du eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater bist. Wenn die Trennung von deinem Partner nicht bedeutet, dass du nicht gut genug für ihn warst?

Sich selbst vergeben

Das hat etwas damit zu tun, sich selbst zu vergeben und sich selbst zu lieben - egal, was geschieht oder auch: gerade weil schlimme Dinge geschehen!

Wenn dich dieses Thema interessiert, dann kannst du hier mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch” herunterladen. Einfach Namen und Email-Adresse eingeben und auf “Abschicken” klicken. Du erhältst dann zunächst eine Bestätigungsemail und wenn du in dieser Email auf den Bestätigungslink klickst bekommst du in der Folge sofort eine Email mit deinem eBook!

Ja, ich möchte das kostenlose eBook "5 Schritte zur Selbstvergebung Arbeitsbuch",

589 mal gelesen Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juli 2017 16:28

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.

Begleitung mit The Work of Byron Katie

cf the work logo medium2

The Work of Byron Katie - Glauben Sie nicht alles, was Sie denken!

 

Erfahren Sie mehr!

Kundenmeinung

  • Ich bin selten so friedlich und aufgeräumt aus einer Praxis raus wie bei Susanne. Sie hat mich sehr gut verstanden und soviel Treffendes gesagt, dass ich froh war, eine Aufnahme zu haben. In den Tagen Weiterlesen
    image Maggi Bilgram aus Possenhofen im April 2017
  • Susanne Keck ist die begabteste Therapeutin, der ich begegnet bin. Durch sie durfte ich zum ersten Mal im Leben echte Hilfe erfahren. Probleme, die mich zuvor erdrückten, lockerten sich, wurden seicht, brachen teilweise ganz weg. Weiterlesen
    image Eine sehr geschätzte Kundin, die lieber anonym bleiben will - im Januar 2017
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Newsletter